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  • sven patrick stecher

Woher fällt der Zufall zu?

Ort: Seminar- und Trainingszentrum Züriberg (zentrum-züriberg.ch)

Februar 2020

Alfons Lammich, Bayrischer Unternehmer, hat geschafft, was vorher Hunderten von Trainingsteilnehmenden nicht gelang, egal ob sie in Teams kooperierten oder es alleine versuchten:

Im langen Bogenschuss ein liegendes Ziel von 1 Quadratmeter zu treffen! Der Seitenwind von links, der über den Baumwipfeln einsetzte, machte gut 12 Meter Abdrift aus.

Der Pfeil wird dabei hinter einem Hindernis abgegeben, welches die direkte Sicht auf das Ziel verhindert.

Also klar ein Zufallstreffer. Damit ist die Diskussion beendet oder genau lanciert, wenn naturwissenschaftliche auf spirituelle Weltbilder treffen. Ich habe diese Diskussion übrigens noch nie als lustvoll geführt erlebt, eher verkrampft im Bewahren des eigenen Verständnisses von Wirklichkeit und Realität.

Also begeben wir uns auf die Spur des Zufalls (der auch in anderen Sprachen irgendwie fällt: Coincidence stammt aus dem Lateinischen und heisst das „Zusammen hinein Fallen“) Mit ein paar Fakten und Auffälligkeiten:

1. Der Schütze war in der Halbzeit eines dreitägigen Strategie Coachings, Sinnfindung und Abbilden in Form einer eigenen Homepage. Gut zentriert nach Schwertkämpfen und Reflexionen. Ich nahm ihn als gut verbunden in Denken und Fühlen wahr, kaum abgelenkt durch Pflichten oder Termindruck.

2. Neben dem sensationellen Volltreffer gelangen ihm noch einzigartige Annäherungen an das Ziel.

3. Er ging in der richtigen Reihenfolge vor: erst denken, dann fühlen. Mit dem Denken richtete er sich grundsätzlich aus. Korrekter Stand, Winkel, Kalkulation der Abdrift. Und dann... nur noch Gefühl und Vertrauen.

4. Die Dauer des Zielen war eher kurz. „Kein Bedarf, den Pfeil ins Ziel kontrollieren zu müssen.“


Woher das nun zufällt, wissen wir immer noch nicht. Brauchen wir vielleicht auch nicht zu wissen. Aber wie wir uns mental und emotional hinstellen sollen, um „die Zufälle aufzufangen“, schon.






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